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Zielsetzung im neuen Jahr: Wie emotionale Zielverankerung echte Veränderung ermöglicht

Der Beginn eines neuen Jahres lädt uns ein, innezuhalten, rückblickend zu würdigen, was war – und zugleich nach vorne zu schauen und sich neu auszurichten.
Was möchte ich wirklich? Wofür will ich meine Zeit, meine Energie, mein Herz einsetzen?

Zielsetzung spielt dabei eine zentrale Rolle – denn nur wer klare Ziele setzt und lernt, sie emotional zu verankern, kann sie auch wirklich erreichen. Ob persönliche Entwicklung oder berufliche Veränderung: Ziele entfalten ihre Kraft erst dann, wenn sie nicht nur gedacht, sondern auch gefühlt werden.Ohne Ziele reagieren wir nur auf äußere Umstände. Erst mit klaren Zielen beginnen wir, unser Leben aktiv zu gestalten.

Was die Wissenschaft über Zielsetzung weiß

Die Psychologie beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit der Wirkung von Zielsetzung. Besonders gut erforscht ist die sogenannte Goal-Setting-Theorie, die zeigt:

  • Klare, spezifische und herausfordernde Ziele steigern Leistung, Motivation und Ausdauer.
  • Ziele lenken unsere Aufmerksamkeit, erhöhen die Bereitschaft, Anstrengung zu investieren, und fördern das Dranbleiben – auch bei Hindernissen.
  • Zielsetzung wirkt in unterschiedlichsten Bereichen: im Berufsleben, im Sport, in der Bildung und in der persönlichen Entwicklung.

Ein zentrales Ergebnis dieser Forschung: Ziele wirken nicht nur auf der Handlungsebene, sondern auch auf der Identitätsebene. Wer weiß, wofür er losgeht, handelt anders – konsistenter, entschlossener und selbstwirksamer.

Sich mit Zielen verbinden – mehr als nur To-do-Listen

Ziele aufzuschreiben ist ein guter Anfang. Doch wirklich kraftvoll werden sie erst dann, wenn wir sie innerlich verankern. Deshalb haben sich verschiedene Methoden etabliert, die nicht nur helfen, seine Ziele präsent zu halten sondern und das ist der entscheidende Unterschied, emotional mit ihnen verbunden zu bleiben.

Warum ist es so wichtig, nicht nur ein gedankliches Ziel sondern und vor allem eine höhere Emotion mit selbigem zu verbinden?

Kurz gesagt: Ein Ziel im Kopf setzt eine Richtung – eine hohe Emotion setzt Energie frei.
Ohne Emotion bleibt ein Ziel abstrakt. Mit Emotion wird es wirksam.

Gedanken geben Orientierung – Emotionen treiben Verhalten

Gedanken allein sagen was wir wollen.
Emotionen bestimmen, ob und wie wir handeln.

Neuropsychologisch betrachtet sind Emotionen der Hauptmotor unseres Verhaltens:

  • Sie beeinflussen Aufmerksamkeit, Motivation und Entscheidungsfindung.
  • Sie steuern, ob wir beginnen, durchhalten oder aufgeben.
  • Sie sind enger mit Handlungssystemen verknüpft als kognitive Ziele.

Ein rein gedankliches Ziel bleibt häufig im präfrontalen Kortex „stecken“.
Erst wenn eine emotionale Bedeutung hinzukommt, wird das limbische System aktiviert – und damit die Bereitschaft, Energie zu investieren.

Deshalb wissen viele Menschen sehr genau, was sie wollen – und tun es trotzdem nicht.

Emotionen verankern Ziele im Nervensystem

Emotionen sind nicht nur Gefühle – sie sind physiologische Zustände.
Wenn ein Ziel mit einer hohen Emotion wie Freude, Sinn, Dankbarkeit oder Begeisterung verbunden ist:

  • verändert sich die Herz-Hirn-Kommunikation
  • das autonome Nervensystem schaltet von Schutz- in Gestaltungsmodus
  • Lernen, Kreativität und Problemlösung werden erleichtert

Das Ziel wird nicht mehr nur „gedacht“, sondern verkörpert.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen:

„Ich möchte etwas erreichen“
und
„Ich bin innerlich bereits auf dem Weg dorthin“

Hohe Emotionen formen Identität – nicht nur Ergebnisse

Ein weiterer entscheidender Punkt:
Menschen handeln langfristig nicht für Ziele, sondern aus Identität.

Wenn ein Ziel emotional aufgeladen ist, geschieht etwas Tiefgreifendes:

  • Das Ziel wird Teil des Selbstbildes.
  • Verhalten beginnt, sich konsistent anzupassen.
  • Entscheidungen fühlen sich „stimmig“ statt diszipliniert an.

Eine hohe Emotion wirkt wie eine innere Brücke zwischen dem heutigen Selbst und dem zukünftigen Selbst:

„So fühlt es sich an, diese Person zu sein.“

Und genau das macht nachhaltige Veränderung möglich.

Emotion schlägt Willenskraft

Willenskraft ist begrenzt. Emotionale Kohärenz nicht.

Studien zeigen, dass Menschen deutlich resilienter, fokussierter und ausdauernder sind, wenn sie aus einem positiven, kohärenten emotionalen Zustand heraus handeln. Hohe Emotionen:

  • reduzieren inneren Widerstand
  • senken Stressreaktionen
  • erhöhen Regeneration und Durchhaltevermögen

Ein Ziel, das mit einer hohen Emotion verbunden ist, braucht weniger Disziplin –
es zieht, statt zu drücken.

Warum „höhere“ Emotionen besonders wirksam sind

Nicht jede Emotion wirkt gleich.
Emotionen wie Angst, Druck oder Mangel können kurzfristig antreiben – aber sie verbrauchen Energie.

„Höhere“ Emotionen wie:

  • Dankbarkeit
  • Sinn
  • Freude
  • Verbundenheit
  • innere Ruhe

haben eine andere Qualität:

  • Sie stabilisieren das Nervensystem.
  • Sie fördern Kohärenz zwischen Herz, Gehirn und Körper.
  • Sie ermöglichen langfristige, gesunde Zielverfolgung.

Deshalb ist es so wirksam, Ziele nicht aus Mangel, sondern aus innerer Fülle heraus zu formulieren.

Zusammengefasst

  • Gedanken definieren das Ziel.
  • Emotionen aktivieren das System.
  • Hohe Emotionen verankern das Ziel im Körper, im Nervensystem und in der Identität.

Oder anders gesagt:

Ein Ziel, das du nur denkst, bleibt eine Idee.
Ein Ziel, das du fühlst, wird zu einem Weg.

Hier sind meine Lieblings-Methoden, um Ziele nicht gedanklich zu halten sondern mit emotional täglich mit ihnen zu verbinden.

Vision Boards – Bilder für das, was entstehen will

Vision Boards arbeiten mit Visualisierung. Bilder, Worte oder Symbole repräsentieren das, was wir erreichen oder leben möchten. Forschungsergebnisse legen nahe, dass Visualisierung:

  • Fokus und Aufmerksamkeit stärkt
  • Motivation erhöht
  • dabei hilft, Ziele mental „vorwegzunehmen“

Besonders wirksam sind Vision Boards dann, wenn sie nicht nur Wunschbilder zeigen, die mich täglich in emotionale „Höhen“ mitnehmen, sondern mit konkreten nächsten Schritten verbunden werden. Visualisierung ersetzt kein Handeln – sie unterstützt es.

Dankbarkeitstagebücher – innere Ressourcen aktivieren

Dankbarkeitspraktiken sind ein zentrales Element der Positiven Psychologie. Studien zeigen, dass regelmäßige Dankbarkeit:

  • Optimismus und emotionales Wohlbefinden steigert
  • Stress reduziert
  • Zielverfolgung unterstützt, weil sie den Blick auf das Gelungene lenkt

Dankbarkeit ist der „kleiner Bruder der Liebe“ und eine der stärksten Emotionen, die man einnehmen kann, wenn man mit seinen Zielen emotional verbunden sein will. Dankbarkeit stärkt unsere innere Stabilität und versetzt unser Nervensystem in den Zustand der „Zielerreichung“.  Wenn ich fühlen kann, mein Ziel erreicht zu haben, entsteht der Weg dorthin fast von allein.  Spitzensportler üben den Sieg bevor sie in den Wettkampf starten. Und jene, die dies am besten beherrschen sind am Ende oft die Gewinner.

Eine der wirkungsvollsten Techniken und mein persönlicher Favorit:

Die Verbindung mit deinem zukünftigen Selbst

Neben äußeren Methoden gibt es eine besonders kraftvolle innere Praxis:
Die bewusste Verbindung mit der Version deiner selbst, die deine Ziele bereits erreicht hat.

Der zentrale Gedanke dahinter ist einfach – und tiefgreifend:
Das, was ich sein will, darf ich innerlich bereits werden.

Neurowissenschaft und Psychologie zeigen: Unser Gehirn ist höchst objektiv und unterscheidet nicht zwischen realer Erfahrung und Fiktion, sprich einer intensiv vorgestellten Erfahrung. Wenn wir uns wiederholt mit einem zukünftigen Selbstbild verbinden, beeinflusst das unsere Emotionen, unsere Entscheidungen – und unser Verhalten im Hier und Jetzt.

HeartMath: Emotionale Kohärenz als biologischer Erfolgsfaktor

Das HeartMath Institute erforscht seit über 30 Jahren die Wechselwirkung zwischen Herz, Gehirn und Nervensystem. Zentrale Erkenntnis:
Emotionen organisieren unsere Physiologie.

Studien zeigen, dass positive, sogenannte „höhere“ Emotionen wie Dankbarkeit, Wertschätzung oder innere Ruhe einen Zustand der Herz-Hirn-Kohärenz erzeugen. In diesem Zustand:

  • synchronisieren sich Herzrhythmus, Atmung und Gehirnwellen
  • verbessert sich die Kommunikation zwischen Herz und präfrontalem Kortex
  • sinkt Stresshormon-Aktivität, während Selbstregulation und Klarheit steigen

Aus Sicht von HeartMath bedeutet das:

Ein emotional kohärenter Zustand ist die Voraussetzung für klare Intention, stabile Leistung und nachhaltige Zielverfolgung.

Ein Ziel, das in einem solchen Zustand emotional „eingeschwungen“ wird, wirkt nicht mehr nur mental, sondern biologisch regulierend. Es wird Teil des inneren Ordnungsprinzips.

Praxistipp: Heart-Lock-In-Visualisierung (inspiriert von HeartMath)

Diese Übung basiert auf der Heart-Lock-In-Methode von HeartMath, kombiniert mit einer gezielten Zukunftsvisualisierung. Sie hilft, emotionale Kohärenz aufzubauen und sich mit der eigenen Zielidentität zu verbinden.

Dauer: 5–10 Minuten
Ziel: Verbindung mit deinem zukünftigen Selbst, das deine Ziele bereits lebt

So gehst du vor:

  1. Ankommen
    Setze dich bequem hin. Schließe die Augen und atme einige Male ruhig und tief durch die Nase ein und aus. Lass den Atem mit jedem Atemzug immer ruhiger und tiefer werden.
  2. Herz-Fokus
    Lenke nun deine Aufmerksamkeit in den Bereich deines Herzens. Stell dir vor, dein Atem fließt sanft durch deinen Brustkorb oder durch den Bereich deines Herzens. Wähle eine Vorstellung, die sich gut und stimmig für dich anfühlt.
  3. Positive Herz-Emotion
    Atmest du ruhig und tief und gleichmäßig und kannst die Aufmerksamkeit auf deinen Herzraum halten, rufe ein Gefühl von Dankbarkeit, Wertschätzung oder Liebe in dir hervor – wähle eine Emotion, die sich für dich stimmig anfühlt. In der Arbeit mit meinen Kunden hat sich heraus gestellt, dass Dankbarkeit oder Wertschätzung die Emotionen sind, die selbst bei emotionaler Bitterkeit oder depressiven Verstimmungen eingenommen werden können, da es im Leben eines jeden Menschen etwas gibt, wofür man dankbar sein bzw. dass man wertschätzen kann. Vielleicht muss man etwas suchen, aber gefunden hat noch jeder einen Grund. Sobald du also diese höhere Emotion einnehmen kann, lass dieses Gefühl im Herzraum stärker werden.
  1. Zukunftsverbindung: Gedanken, die du fühlen kannst
    Stelle dir nun die Version deiner selbst vor, die dein Ziel/ deine Ziele bereits erreicht hat.
    Wie macht man das? Ganz einfach: halte die Intention darauf, dich mit deinem zukünftigen ICH zu verbinden, dass dieses Ziel erreicht hat und lass geschehen, was immer geschehen will. Kannst du dich sehen? Gut. Kannst du dich nur fühlen? Auch gut.
    Wie gehst du durchs Leben? Was ist selbstverständlich geworden? Wie schaust du von diesem Ort der Zukunft aus auf deine jetzige Situation in der Vergangenheit? Atme weiter und fühle die Freude und Dankbarkeit und die Wertschätzung deines zukünftigen Ichs für den Werdegang in seiner Vergangenheit. Denn rückblickend würdigt jede erfolgreiche Person seine Vergangenheit, egal wie schwer sie gewesen sein mag. Hat sie einen doch genau dahin gebracht, wo sie jetzt steht.
  1. Verkörpern
    Spüre dieses „Zukunfts-Ich“ nicht nur als Bild, sondern als Zustand. Nimm wahr, wie es sich jetzt in deinem Körper anfühlt, diese Person zu sein.
  2. Integration
    Bleibe einige Atemzüge in diesem Gefühl. Dann bedanke dich bei deinem zukünftigen Ich,  löse die Visualisierung langsam auf und kehre bewusst in den Moment zurück.

Regelmäßig praktiziert, stärkt diese Übung Klarheit, innere Ausrichtung und emotionale Stabilität – entscheidende Faktoren für nachhaltige Zielerreichung. Und dabei spielt es keine Rolle, ob deine Ziele beruflicher, privater, gesundheitlicher oder anderer Natur sind.

Meine besten Wünsche für das neue Jahr

Ich wünsche dir für dieses neue Jahr Klarheit darüber, was dir wirklich wichtig ist.
Den Mut, dir Ziele zu setzen, die aus deinem Inneren kommen – und die Geduld, ihnen Schritt für Schritt näherzukommen. Mögest du immer wieder die Verbindung zu der Version deiner selbst spüren, die bereits weiß: Veränderung ist möglich.

Ein Jahr voller Bewusstsein, Herzintelligenz und erfüllter Entwicklung liegt vor dir.

Zum Abschluss

Ziele sind mehr als Pläne. Sie sind Ausdruck dessen, wer wir werden und was wir hinterlassen wollen als „Abdruck“ auf diesem Planeten. Wenn wir sie nicht nur denken, sondern fühlen, verkörpern und regelmäßig bewusst machen, entsteht echte Veränderung – im privaten Leben wie im beruflichen Kontext.

Wenn du diese Arbeit vertiefen möchtest, begleite ich dich, dein Team oder dein Unternehmen gerne in meinen HeartMath-Coachings und Trainings. Gemeinsam stärken wir emotionale Kohärenz, Resilienz, Zielklarheit und nachhaltige Performance – mit dem Herzen als zentralem Orientierungspunkt.

Herzlichst

Marion Massafra-Schneider

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