Fast täglich beobachte ich, wie viel Druck Menschen sich machen, um „gesund“ zu sein.
Nicht gesund im Sinne von lebendig, stabil, verbunden – sondern gesund im Sinne von korrekt, optimiert, kontrolliert.
Wir leben in einer Zeit, in der Gesundheit fast wie ein Projekt geführt wird. Mit sportlichen Zielen, Routinen, Plänen, Messwerten und einer dauerhaft präsenten stillen Angst, etwas falsch zu machen. Doch genau darin verlieren viele Menschen die Beziehung zu sich selbst.
Ich sehe das in Gesprächen, in meiner Arbeit und auch im eigenen Alltag:
Wir haben verlernt, auf das leise Wissen über die innere Stimme unseres Körpers zu hören. Und versuchen stattdessen, ihn zu steuern.
Wenn Selfcare (Fürsorge) zu Pflicht wird
Viele Menschen, die zu mir kommen, kümmern sich tatsächlich sehr bewusst um sich.
Sie schlafen ausreichend, ernähren sich gut, machen Pausen – und fühlen sich dennoch ausgelaugt oder leiden an wechselnder körperlicher Symtomatik und Stressverletzungen.
Nicht, weil sie zu wenig tun. Sondern weil das Tun selbst schwer und belastend geworden ist.
Gesundheit darf sich aber nicht wie eine To-do-Liste anfühlen. Sonst verlieren wir die Leichtigkeit, die uns eigentlich stärken sollte und die uns im Flow durch Leben trägt.
Was wirklich trägt, ist innere Orientierung – stabiles Wirken aus der Mitte heraus
Was ich früh lernen durfte ist, dass Gesundheit eine Haltung ist. Eine Art, mit sich selbst in Beziehung zu stehen.
Sie beginnt dort, wo wir wahrnehmen, anstatt zu kontrollieren. Wenn wir fühlen statt funktionieren, wenn wir uns selbst zuhören statt uns zu korrigieren, wenn wir dem Körper und dem Geist wieder zutrauen, dass er uns führt –
dann verändert sich etwas Grundlegendes.
Gesundheit wird wieder etwas Natürliches. Etwas, das in uns wächst statt von außen organisiert und korrigiert zu werden.
Technik ist willkommen – aber allein nicht führend
Viele moderne Methoden, mit denen ich arbeite, können wertvolle Impulse geben. Doch keine Technik der Welt kann die innere Wahrheit eines Menschen ersetzen.
Die Daten mögen Hinweise geben – aber spürbar wird erst der Mensch dahinter. Wertvolle bioenergetische Methoden helfen der Physis vorübergehend Kraft – und Energielacks zu überbrücken, deren Nachhaltigkeit aber in direkter Korrelation von der „inneren Korrektur“ abhängt. Nicht selten folgen Momenten großen physischen Fortschritts auch wieder ernüchternde Langzeit-Ergebnisse.
Was der Körper längst weiß und warum Durchhalten oft krank macht
Oft entsteht Gesundheit nicht durch das, was wir tun, sondern durch das, was wir endlich lassen.
Den Druck.
Die Erwartung.
Den Vergleich.
Ein besonders deutliches Spiegelbild dieser Dynamik sehe ich bei Sportlern und ehemaligen Spitzensportlern.
Gerade dort, wo Körperbewusstsein eigentlich ausgeprägt sein müsste, zeigt sich häufig das Gegenteil.
Der Körper sendet klare, wiederholte Signale:
Es ist Zeit, innezuhalten.
So kann es nicht weitergehen.
Eine Richtungsänderung ist notwendig.
Doch gelernt wurde etwas anderes.
Ziele verfolgen.
Durchhalten.
Über Grenzen gehen.
Nicht der inneren Stimme zu lauschen, sondern sie zu übergehen.
Was dabei oft übersehen wird:
Gemeint ist nicht zuerst eine äußere Kurskorrektur, sondern eine innere.
Eine Neu-Ausrichtung im Denken, im Fühlen, im Umgang mit sich selbst.
Wenn der Geist jedoch nicht zur Ruhe kommen darf – nicht verarbeiten, nicht integrieren, sich nicht neu ordnen kann – dann zwingt er den Körper zur Ruhe.
Nicht aus Schwäche. Sondern aus Schutz.
Stressverletzungen sind in diesem Sinn keine Störung, sondern eine letzte Form von Kommunikation.
Der Körper übernimmt dort, wo das Zuhören aufgehört hat.
Gesundheit als Rückkehr zum ganz eigenen Rhytmus
Vielleicht ist es an der Zeit, Gesundheit nicht länger als Aufgabe zu sehen,
sondern als eine Rückkehr zu dem, was uns einfach und wahr ist.
Zu unserem natürlichen Rhythmus. Zu unserer Fähigkeit, uns selbst freundlich zu begegnen.
Zu jenem inneren Wissen, das viel älter ist als jede Routine.
Gesundheit entsteht in Beziehung –
zu uns selbst,
zu unserem Körper,
zur Stille,
zum Leben.
Alles andere ist Werkzeug.
Nicht Ziel.
Ein gutes Beispiel für die fehlende Beziehung zu sich selbst und damit zum Körper begegnet mit oft in meiner Arbeit mit aktiven und ehemaligen Spitzensportlern. Menschen, die ihren Körper über Jahre hinweg auf Leistung ausgerichtet haben.
Ihr größtes Problem sind wiederkehrende Stressverletzungen, die leider allzuoft ausschließlich als Trainingsüberlastung erklärt werden. Mehr Belastung als der Körper verkraften kann. Zu wenig Regeneration.
Und ja – das ist ein Teil der Wahrheit.
Doch hinter dieser Wahrheit liegt ein weiterer Raum. Einer, in dem wir nicht nur nach äußeren Ursachen fragen, sondern nach der inneren Bedeutung.
Was will mir mein Körper damit sagen?
Wo gehe ich innerlich weiter,
obwohl es Zeit wäre, innezuhalten?
Welcher Richtung folge ich –
und welche überhöre ich?
Wenn der Körper immer wieder zur Ruhe zwingt, ist das kein Zeichen von Versagen.
Sondern ein Hinweis, dass der Geist keine Pause bekommt. Dass Verarbeitung, Integration und Neuausrichtung nicht stattfinden durften und dürfen.
Wer diesen Raum bewusst aufsucht, kann die längst überfällige Richtungskorrektur vornehmen. Eine Richtungskorrektur ist immer dort erforderlich, wo wir auf einen Widerstand im Leben treffen, wo unsere Pläne durchkreuzt werden oder wo es einfach nicht weiter geht.
Eine Einladung zum Innehalten – heartmath „Freeze Frame“
(Freeze Frame bedeutet: kurz innehalten, den Fokus vom Kopf ins Herz lenken und wieder innere Klarheit finden.)
Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle:
Wie suche ich diesen inneren Raum auf? Wie komme ich zurück in diese innere Beziehung?
Wie gelingt es, aus dem Kopf wieder in den Körper und darüber in die innere Mitte zu finden –
aus dem Müssen ins Spüren?
Die einfachste und zugleich tief wirksamste Antwort liegt im bewussten Innehalten.
In einem kurzen Moment, der uns wieder mit dem verbindet, was jenseits von Kontrolle liegt.
Eine Methode, mit der ich hier sehr gerne arbeite, stammt aus der HeartMath®-Forschung.
Sie ist weniger Technik als Einladung.
Eine Einladung, mitten im Alltag kurz stehen zu bleiben – und den inneren Raum wieder zu öffnen.
Eine Einladung zum inneren Anhalten – zum Ankommen:
Vielleicht magst du dir jetzt, während du diese Zeilen liest, einen Moment nehmen.
Nicht, um etwas zu erreichen. Sondern um da zu sein.
Lehne dich innerlich zurück. Spüre deinen Atem – ohne ihn verändern zu wollen.
Lenke deine Aufmerksamkeit sanft in den Herzraum.
Stell dir vor, du hältst innerlich einen Moment inne.
Alles darf kurz still werden.
Gedanken, Erwartungen, Bewertungen.
Dann erinnere dich an etwas, das ein Gefühl von Ruhe, Dankbarkeit oder Verbundenheit in dir auslöst.
Ein Mensch.
Ein Ort.
Ein Moment.
Etwas ganz Einfaches.
Lass dieses Gefühl im Herzen entstehen.
Nicht erzwingen – nur zulassen.
Und während du darin verweilst, stelle dir innerlich eine klare, freundliche Frage:
Was ist jetzt wirklich hilfreich für mich?
Oder:
Was braucht mein Körper gerade?
Manchmal zeigt sich hier etwas sehr Konkretes – ein inneres Bild, ein wager Gedanke. Und ebenso oft ist es nur eine Ahnung, ein subtiles Gefühl, das wieder Raum bekommen möchte. Zulassen, Zuhören und Beobachten ohne zu werten ist hier der Schlüssel zur neuen Erkenntnis.
Oft entsteht aus diesem Zuhören etwas Entscheidendes:
eine andere innere Haltung.
Und damit – ganz leise –
eine neue Richtung.
Höre nicht mit dem Kopf.
Sondern mit dem Raum, der sich im Herzen öffnet.
Manchmal zeigt sich eine klare Antwort.
Manchmal nur ein Gefühl von Weite, Ruhe oder Entspannung.
Beides ist genug.
Wenn du magst, nimm dieses Gefühl mit in deinen nächsten Schritt.
Nicht als Aufgabe, sondern als innere Orientierung.
Vielleicht ist genau dieses Zuhören der Anfang von allem.
Gesundheit beginnt im Zuhören
Was mich an dieser Arbeit immer wieder berührt:
Es braucht oft nicht mehr Anstrengung, sondern mehr Erlaubnis.
Erlaubnis, langsamer zu werden.
Erlaubnis, dem Körper wieder zu vertrauen.
Erlaubnis, nicht perfekt zu sein.
Gesundheit entsteht dort, wo wir aufhören, uns zu formen – und beginnen, uns zu begegnen.
Für mich der effektivste Ansatz: Breathwork & HeartMath® – Techniken
In meinen HeartMath® Coachings und Teachings begleite ich Einzelpersonen und Gruppen dabei,
diese innere Beziehung wieder aufzubauen.
Nicht theoretisch, sondern erfahrbar.
Nicht als weiteres Selbstoptimierungsprogramm,
sondern als Rückkehr zu innerer Stabilität, Klarheit und Herzintelligenz.
Ob im persönlichen Coaching, in Gruppen oder in Organisationen –
es geht immer um dasselbe:
Menschen wieder in Kontakt mit sich selbst zu bringen.
Dort, wo echte Veränderung beginnt.
Wenn dich dieser Ansatz anspricht und du spürst,
dass es Zeit ist, deiner inneren Orientierung wieder mehr Raum zu geben,
findest du auf meiner Website weitere Informationen zu meinen Angeboten
für Einzelpersonen und Gruppen.
👉www.humanchangeconcepts.academy
Ich freue mich auf unseren Kontakt.
Schlusswort
Vielleicht ist Gesundheit am Ende nichts, das wir erreichen müssen.
Sondern etwas, das entsteht, wenn wir uns selbst wieder zuhören.
Still. Ehrlich. Menschlich.
Alles andere darf unterstützen. Doch die Führung liegt in uns.
Und Gesundheit wird am Ende einfach wieder SEIN.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Liebsten eine besinnliche Weihnachtszeit, Zeit und Ruhe, Inne zu halten, der inneren Stimme zu lauschen und vielleicht den Vorsatz, dies im neuen Jahr öfter zu tun.
Danke für Deine Treue, Danke für Dein Vertrauen.
Herzlich
Marion Massafra-Schneider
Human Change Concepts Academy


