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Müdigkeit der Seele – Ein kleiner Impuls zum Jahresende

In den letzten Wochen habe ich in vielen Gesprächen dieselbe Erfahrung gehört – und sie auch bei mir selbst gespürt:
Es gibt eine Müdigkeit, die tiefer liegt als jede körperliche Erschöpfung.
Eine Müdigkeit, die nicht verschwindet, auch wenn wir ausreichend schlafen oder uns Zeit zum Ausruhen nehmen.

Ich nenne sie für mich die Müdigkeit der Seele.

Sie entsteht leise, fast unmerklich.
Während wir durch den Alltag gehen, funktionieren, uns bemühen, alles unter einen Hut zu bringen – und dabei oft über unsere inneren Grenzen hinausgehen.

Wenn der Körper still wird, spricht die Seele lauter

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, genauer hinzuspüren.
Wenn ich müde werde, nicht nur körperlich, sondern innerlich, dann weiß ich:
Da stimmt etwas in meiner Lebensführung nicht mehr mit meinem inneren Rhythmus überein.

Vielleicht kennst du das auch:

  • dieses diffuse Gefühl von „Ich kann einfach nicht mehr“
  • das leise Ziehen im Brustraum
  • das Gedankenkreisen, das nicht zur Ruhe kommt
  • das Bedürfnis, sich zurückzuziehen
  • oder diese Schwere, die sich nicht benennen lässt

Ich sehe es bei vielen Menschen, mit denen ich arbeite.
Wir alle tragen so viel – und merken oft erst spät, dass wir uns selbst verlieren.

Seelische Erschöpfung entsteht nicht plötzlich

Sie baut sich über längere Zeit auf.
Nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch viele kleine Momente, in denen wir uns selbst überhört haben:

  • ein „Ja“, obwohl wir „Nein“ fühlten
  • zu viele Erwartungen, zu wenig innere Ruhe
  • zu viel Außen, zu wenig Innen
  • zu viel Verantwortung, zu wenig Erdung

Und irgendwann wird der Körper leiser und die Seele lauter.

Der Dezember bringt vieles ans Licht

Der Jahreswechsel hat eine besondere Qualität.
Er sammelt alles ein, was wir über das Jahr nicht lösen konnten.
Die unerledigten Gespräche.
Die verschobenen Entscheidungen.
Die Spannungen, die wir im Alltag vergessen, aber im Inneren weitergetragen haben.

Ich erlebe jedes Jahr aufs Neue, wie Menschen im Dezember müder werden.
Nicht, weil sie schwach sind – sondern weil etwas in ihnen nach einer Pause ruft, die tiefer geht als ein freier Nachmittag.

Die Seele braucht keine Pause – sie braucht uns

Je mehr ich mich mit inneren Prozessen beschäftige, desto klarer wird mir:
Seelische Erschöpfung ist kein Zeichen von Versagen.
Sie ist ein Hinweis.
Ein Versuch des Lebens, uns zurückzuführen.

Zurück zu dem, was uns nährt.
Zurück zu dem, was wir brauchen.
Zurück zu uns selbst.

Es geht dabei nicht darum, stillzustehen oder alles zu hinterfragen.
Es geht darum, wieder weich zu werden gegenüber dem, was wir fühlen.

Ein Jahreswechsel beginnt in uns, nicht im Kalender

Ich wünsche mir für jeden Menschen – und auch für mich –, dass wir das Jahresende nicht nur als Abschluss sehen, sondern als Einladung.
Eine Einladung, innezuhalten.
Zu spüren.
Zu fragen:

  • Was hat mich dieses Jahr erschöpft?
  • Was möchte ich nicht ins neue Jahr mitnehmen?
  • Wo habe ich mich selbst zurückgelassen?
  • Und wonach sehnt sich meine Seele jetzt wirklich?

Es sind leise Fragen.
Aber sie tragen Kraft in sich.

Ein kleiner Weg zurück zu uns

In solchen Momenten der inneren Müdigkeit nutze ich eine Herzenspraxis, die ich nicht nur für mich entdeckt habe, sondern auch in meinen HeartMath-Coachings und -Trainings weitergebe. Sie ist einfach, leise und tief – und unglaublich kraftvoll.

Ich richte meine Aufmerksamkeit sanft auf mein Herz. Dann stelle ich mir vor, dass mit jedem Einatmen ein Gefühl von Dankbarkeit, Wertschätzung oder Liebe in mein Herz einfließt. Als würde ich mich innerlich nähren, weicher werden, wieder ein wenig mehr bei mir ankommen.

Mit dem Ausatmen lasse ich dieses Gefühl weiterwerden:
zuerst in meinen Körper hinein – bis ich es überall spüre –
und dann darüber hinaus, in den Raum um mich herum.
Oft auch zu Menschen, Situationen, Projekten, denen ich innerlich etwas schenken möchte – still, liebevoll und verbunden.

Nach einigen Atemzügen wird mein Inneres klarer. Nicht laut, sondern wahr.
Und genau dann entsteht der Raum, den ich brauche, um die Fragen am Jahresende ehrlich zu beantworten.
Nicht um zu funktionieren.
Nicht um Erwartungen zu erfüllen.
Sondern um meine Wahrheit zu hören.

Denn erst aus dieser Verbundenheit heraus erkenne ich,
welche nächsten Schritte mich wirklich nähren –
und welche nur Selbstlügen wären, um weiterzumachen.

Ein kleiner Gedanke zum Schluss

Vielleicht ist die Müdigkeit, die so viele von uns spüren, nicht unser Feind.
Vielleicht ist sie ein Hinweis darauf, dass wir wieder mehr zu uns finden dürfen.
Weniger leisten müssen.
Mehr fühlen dürfen.
Und uns erlauben, menschlich zu sein – mit allem, was dazu gehört.

Wenn wir uns selbst wieder näherkommen, beginnt ein neues Jahr nicht mit einem Datum.
Es beginnt in dem Moment, in dem wir uns wieder spüren.

In Verbundenheit & Dankbarkeit für alle Themen und Lektionen, die kurz „müde“ gemacht haben
Marion Massafra-Schneider, Founder&CEO der Human Change Concepts Academy

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